Forschung in Green Mobility
“Green Mobility” ist der Titel des Forschungsprojekts, in dessen Kontext auch die mobile Mitfahrzentrale entwickelt wird. Der Kern des Forschungsprojekts liegt jedoch in der Entwicklung einer Vermittlungsschicht, die zwischen mobilen Anwendungen und dem Internet der Dienste vermittelt. Diese Schicht, der Mobility Mediation Layer (MML), ist im Bild schematisch als “Server” dargestellt.

Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte zum Verständnis genauer erläutert.
Das Internet der Dienste
Schon heute gibt es im Internet eine riesige Menge an Informationen, insbesondere auf Webseiten. In Zukunft wird es mehr und mehr auch kommerzielle Dienste geben, die über das Internet angeboten, abgerufen und bezahlt werden, neue Geschäftsmodelle werden ermöglicht. Mit den Grundlagen hierfür beschäftigt sich der Anwendungsfall TEXO des Forschungsprogramms THESEUS. Hier wurde unter anderem die Dienstbeschreibungssprache USDL (Unified Service Description Language) entwickelt, die derzeit beim W3C in Standardisierung ist.
Der Mobility Mediation Layer
Eine Menge innovativer Apps lassen sich basierend auf dem Internet der Dienste entwickeln. Hier sind Apps gemeint, die auf Dienste im Internet zugreifen und diese nutzen, ggf. viele in Kombination. Die Dienste sind aber nicht nur für mobile Nutzung konzipiert, sondern zunächst mal unabhängig davon. Es macht daher Sinn, eine Zwischenschicht zu entwickeln, die die Funktionalität des Internet der Dienste für mobile Apps optimiert. Ziele hierbei sind:
- Datenreduktion und Performancesteigerung, optimierte Protokolle
- Austauschbarkeit der Dienste
- Schnelle Entwicklung neuer Apps, um time-to-market für neue Ideen kurz zu halten
- Zuverlässigkeit und Sicherheit bei mobilem Zugriff
- Anbieten von Standarddiensten für mobile Apps (z.B. mobiler Push)
- Verarbeiten von Standortdaten für location based services
- Einbinden personalisierter Daten (z.B. Kalender)
- automatische Abrechnung kostenpflichtiger Dienste je nach Abrechnungsmodell
- Verwendung der Dienste auf allen mobilen Betriebssystemen
- …
Dies ist natürlich nur ein Überblick über die Forschungsziele im MML. Bei genauerem Interesse an unseren Forschungsarbeiten bitten wir Sie, uns zu kontaktieren, oder aber einen Blick in die unten referenzierte Fachliteratur zu werfen.
Die Mitfahrzentralen-App
… ist ein schönes Beispiel für eine App, die auf Internetdienste unterschiedlichster Art zugreift. Darunter sind Karten, Branchendienste, Buchungsdienste, Locations- und andere Geodienste etc. Daher haben wir diesen Anwendungsfall gewählt, um die Benutzbarkeit des MML zu demonstrieren. Andere Anwendungsfälle sind denkbar. Beispielsweise ist im Rahmen des Projekts eine App umgesetzt worden, die Pannendiensthelfer bei der Regulierung von KFZ-Schadensfällen unterstützt. Übrigens diesmal auf Android.
Veröffentlichungen
Die folgenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind im Rahmen unseres Projekts erschienen:
- Apostolos Papageorgiou, André Miede, Dieter Schuller, Stefan Schulte, Ralf Steinmetz: Always Best Served: On the behaviour of QoS- and QoE-based Algorithms for Web Service Adaptation. PERCOM Workshops – 8th International Workshop on Managing Ubiquitous Communications and Services (MUCS 2011), pages 71-76, IEEE, 2011.
- Sebastian Zöller, Apostolos Papageorgiou, Johannes Schmitt, Marek Meyer, Ralf Steinmetz:
Innovative Technologie für mobile Fahrgastinformationssysteme. In: Proceedings of HEUREKA ’11 – Optimierung in Verkehr und Transport, p. 29-48, FGSV Verlag, March 2011. ISBN 978-3-941790-72-8. - Apostolos Papageorgiou, Jeremias Blendin, André Miede, Julian Eckert, Ralf Steinmetz: Study and Comparison of Adaptation Mechanisms for Performance Enhancements of Mobile Web Service Consumption. Sixth IEEE World Congress on Services (SERVICES 2010). Pages 667-670, IEEE, 2010.




